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Themen: risikomanagement

5 Tipps für gutes Risikomanagement

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Agile oder klassische Projekte: Das Risikomanagement gehört dazu

Kaum ein Projekt hat keine Risiken. Daher ist eine gute Risikoanalyse ohnehin Pflicht. Aber auch bei noch so umsichtiger Planung können Sie nicht alle Eventualitäten berücksichtigen. Damit diese Unsicherheiten den Projekterfolg nicht gefährden, ist das Risikomanagement ein Stützpfeiler jedes guten Projektmanagements. Agile Modelle wie Scrum, Lean oder Kanban kalkulieren Unsicherheiten und Eintrittswahrscheinlichkeiten meist mit ein, aber auch im klassischen Projektmanagement ist die Risikobeschreibung Pflicht.

Tipp 1: Risikomanagement bedeutet, Risiken adressieren

Sind Risiken abzusehen, hilft es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und die Bedrohung des Projekts zu verdrängen. Gutes Risikomanagement verlangt, die Risiken offen anzusprechen, damit sie im Team durchleuchtet und daraus Konsequenzen gezogen werden können. Hierbei ist es unabdingbar, die Ängste von allen Beteiligten ernst zu nehmen und nicht zu ignorieren. Risiken bergen stets die Ambivalenz einer Abweichung im Projekt, nämlich entweder positiv (Chance) oder negativ (Gefahr). Beide Varianten sollten gleichermaßen identifiziert und benannt werden. 

Tipp 2: Risikomanagement ist Teamarbeit

Wie im voran diskutierten Tipp, ist es wichtig, Risiken zu benennen. Aber eine der wichtigsten Grundregeln im Risikomanagement lautet dabei, dass alle im Team dies dürfen, nicht nur der Projektleiter oder der Vorgesetzte. Zusätzlich sind auch die Stakeholder und die Projektauftraggeber gefragt. Dabei unterscheiden sich die Risiken in ihrer Natur und können in Kategorien aufgeteilt werden - wie z. B. Kostenrisiko, Personalrisiko, qualitatives Risiko und so weiter. Ebenso sind externe Risiken nicht zu unterschätzen. Als extern gelten im Risikomanagement alle Unsicherheiten, die nicht direkt vom Projektteam zu beeinflussen sind. Alle Risiken sollten in einem sogenannten Risiko-Log zusammengetragen werden. Sie werden nach Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.  

Tipp 3: Risikomanagement mit gelebter Risikokultur

Eine Risikokultur zu etablieren, ist Aufgabe des Teamleiters beim Risikomanagement. Aufmerksamkeit gegenüber den drohenden Risiken und Chancen sind ebenso ein Teil dieser Kultur wie beispielsweise die Zielorientiertheit. Sanktionen gegen Teammitglieder, die sich offen zu Problemen und Fehlern äußern, dürfen keinesfalls stattfinden. Sie schaden nicht nur der Moral und Motivation, sondern auch Ihrem Projekt.

Tipp 4: Maßnahmen im Risikomanagement anwenden

Wie mit Risiken umgegangen wird, ist sehr individuell. Oft hängt sie von den Persönlichkeiten im Team ab, meist ist die Reaktion auf Risiken von der Unternehmenskultur vorgegeben. Ein Agentur-Start-Up wird wahrscheinlich risikobereiter sein als ein konservativ geprägtes Familienunternehmen. Möglichkeiten im Risikomanagement, auf Risiken zu reagieren, sind beispielsweise Risikoverringerung, Risikovermeidung und Risikoakzeptanz. Sie alle näher zu kennen und im passenden Projektschritt anzuwenden, kann einem erfolgreichen Projekt nur zuträglich sein. 

Risikomanagement - Risikoverringerung

Um Risiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten im Risikomanagement von vorneherein möglichst gering zu halten, werden Veränderungen beim Personal oder dem Arbeitsplatz vorgenommen. Die Verringerungsmaßnahme klingt zunächst negativer als sie ist: sie optimiert das Wissen der Mitarbeiter durch Weiterbildung und Qualifizierung. Ferner steigert sie die Qualität des Materials mit dem gearbeitet werden soll. 

Risikomanagement - Risikovermeidung

Im Vermeiden jeglicher Risiken geht es um Checklisten, minutiöse Einhaltung von Abläufen und Prozessen und das Vorgaukeln maximaler Sicherheit. Wie das erreicht wird? Kontrolle, Kontrolle und nochmals Kontrolle. Die Qualität gewinnt, Budget und Zeitplanung verlieren, wenn jeder noch so kleine Schritt vorausgedacht wurde. Achtung: Die Vermeidung von Risiken ist gleichbedeutend mit der Vermeidung von Chancen!

Risikomanagement - Risikoakzeptanz

Die Risikoakzeptanz ist Hinnahme von bestehenden oder eventuellen Gefahren, die im Projektablauf lauern könnten. Niedrige Tragweite und niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit kennzeichnen Risiken, die man akzeptieren sollte. Zu denen, die man hinnehmen muss, gehören selbstverständlich auch jene, die einfach nicht umgangen werden können.

Tipp 5: Risikomanagement positiv bewerten

Schwarzmalerei, Fatalismus, Unkenrufe, Pessimismus - dem Risikomanagement haftet ein negativer Touch an. Zu Unrecht: Die negativen Auswirkungen von eingetretenen Risiken würden tatsächlich zu schlechter Stimmung führen, Risikomanagement ist hingegen ja nur die hypothetische Beschäftigung mit dem "was passiert, wenn". Statt nur die positiven Dinge zu sehen, erzeugt die Beschäftigung mit Risiken ein Bewusstsein für Weitblick und Realismus. Außerdem ist es, wie eingangs erwähnt, Pflicht, in einem Projekt auch Risikomanagement zu verankern. Das mag manchmal lästig sein, aber es zeugt auch von Professionalität und Verantwortungsbewusstsein.  Vielleicht hilft Ihnen ja ein weiser Spruch als Souvenir für jeden Moment, in dem Sie das Risikomanagement verteufeln mögen:

"Wenn Du den Feind kennst und Dich selbst,
musst Du auch hundert Schlachten nicht fürchten.
Wenn Du Dich selbst kennst, aber den Feind nicht,
wirst Du für jeden Sieg auch eine Niederlage einstecken.
Wenn Du weder den Feind kennst noch Dich selbst
wirst Du in jeder Schlacht unterliegen"
(SUN TZU, Die Kunst des Krieges; China 500 v. Chr.)

Veröffentlicht am: 01.03.2018

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