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Themen: blindwerk, auslandsmarkt, international, Website

Teil1: Wie Sie Auslandsmärkte online erobern

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blindwerk - neue medien erklärt, wie Unternehmen internationale Webseiten und Online-Shops gewinnbringend konzipieren und realisieren. Eine Blogserie in zwei Teilen. Teil 1: Die externen Erfolgsfaktoren.

Es war noch nie so einfach wie heute, Unternehmen und ihren Vertrieb international auszurichten. Flexible digitale Strategien machen es möglich. Kein Wunder, dass Experten dem E-Commerce-Markt hohe Wachstumsraten prognostizieren: Laut Emarketer soll der globale Online-Handel in den nächsten zwei Jahren um fast 50 Prozent wachsen.* Damit steigen auch die Chancen für kleine und große Unternehmen in Deutschland, Marktanteile im Ausland zu sichern.

Wie ambitionierte Organisationen Grenzen im Online-Business überwinden, weiß Jan Entzminger. Der Geschäftsführer der blindwerk – neue medien GmbH realisierte bereits und verantwortet aktuell B2C- und B2B-Projekte für ausländische Märkte. Praxisnahe Tipps für alle, die internationale Online-Projekte verantworten.

Bereiten Sie Ihre internationale Online-Strategie sorgfältig vor

Unternehmen, die im Ausland erfolgreich sind, investieren Zeit und Köpfchen in die Planung und Konzeption ihrer Online-Projekte. Sie wissen, was potenzielle Kunden und Märkte verlangen – und zwar in jedem einzelnen Zielland. Und sie stellen sich konsequent darauf ein; auf verschiedenste externe Rahmenbedingen und interne Anforderungen. Wer das nicht tut, verschenkt Marktanteile. Denn viele unterschätzen den Handlungsbedarf, der sich aus Länderspezifika ergibt. Eines ist sicher: Deutsche Marktteilnehmer müssen sich im Ausland neu behaupten, unabhängig davon, wie erfolgreich sie „zu Hause“ bereits sind.

Prüfen Sie die Absatzchancen in jedem Zielmarkt

Gibt es in den Zielmärkten überhaupt eine Nachfrage nach unseren Produkten oder Dienstleistungen? So banal diese Frage klingt, so erfolgsentscheidend sind die Antworten darauf. Konkreter Bedarf ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Schritte. Besonders Start-ups, die im Heimatmarkt sehr dynamisch starten, neigen in der ersten Euphorie dazu, weit auszuschweifen. Doch das Prinzip Gießkanne ist gefährlich. Nur wer fundiert den Markt erforscht und sich eingehend mit dem Kundennutzen und Konsumentenverhalten auseinandersetzt, sichert langfristig seine Marktstellung. In dieser Phase helfen Handelskammern und Wirtschaftsministerien. Dort finden Unternehmen Potenzialanalysen für spezielle Märkte oder erfahren, welche Kontaktpersonen oder Organisationen unterstützen.

Führen Sie Länderanalysen durch

Welche kulturellen Aspekte beeinflussen Kaufentscheidungen? Wie stark nutzen potenzielle Verbraucher oder Geschäftspartner Online-Medien? Und wie groß ist das Interesse an Online-Shopping in Ihren Zielmärkten? Welchen Stellenwert hat der Online-Handel in dem jeweiligen Land? Ist der Markt überhaupt reif für unsere Produkte und Dienstleistungen? Wie ist es um den Wettbewerb bestellt? Und wie viele potenzielle Kunden gibt es dort? Wer die Auslandsmärkte intensiv unter die Lupe nimmt, schafft eine solide Grundlage für die Konzeption seiner Online-Präsenzen.

Machen Sie sich ein Bild von der Infrastruktur des Landes

Ob und wie schnell Waren bei den Kunden ankommen, ist unbedingt vorab zu klären. Das gilt für Online-Angebote genauso wie für klassische Paketsendungen. Hinzu kommen Fragen wie: Wie groß ist der Anteil der Bevölkerung oder der Zielgruppe, die über einen Internetzugang verfügt? Wie ist es um die mobile Nutzung des Internet bestellt? Und welche Logistiknetze und infrastrukturellen Optionen existieren dort? Welche Möglichkeiten gibt es, Waren zu transportieren? Zum Beispiel ist es in Brasilien üblich, Pakete an Tankstellen abzuholen und direkt zu bezahlen. Es hilft also nichts, deute Webseiten und Online-Shops ins Portugiesische zu übersetzen. Insgesamt gilt: Landesgröße und Logistiknetze spielen eine große Rolle.

Informieren Sie sich über rechtliche und inhaltliche Pflichten

Bevor versierte Händler mit ihrem eigenen Online-Shop im Ausland durchstarten, setzen sie sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen des Ziellandes auseinander. Vorausschauende Entscheider klären Fragen wie: Gibt es besondere Regelungen für den Handel, zum Beispiel Produktdeklarations- und Kennzeichnungspflichten? Wie sehen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen aus? Welche Zahlmethoden sind in unseren Zielländern gängig und worauf müssen wir achten? Auch hier gilt: Holen Sie sich Spezialisten und Juristen an Bord, die sich in Ihren fokussierten Märkten bestens auskennen und Erfahrung mitbringen. Denn guter Rat ist nicht teuer. Fehlinformationen hingegen sind es ganz bestimmt.

Machen Sie es den Usern leicht, sich heimisch zu fühlen

Gehen Sie auf regionale Vorlieben und Gewohnheiten der Verbraucher und potenziellen Geschäftskunden im Auslandsmarkt ein. Und setzen Sie beim Aufbau des internationalen Geschäfts ein regionales Konzept für jedes Land auf, das genau darauf eingeht. Sehr häufig unterscheiden sich Zahlungsstrukturen, Einkaufsverhalten, Versandmethoden, Bürokratie und Marketing von der Praxis im Heimatmarkt. Das Gefühl, gut aufgehoben zu sein, vermitteln Sie auch, wenn Muttersprachler Ihre Webseite, Ihren Online-Shop und Ihr Angebot übersetzen. Mit vertrautem Vokabular und Schreibstil öffnen Sie Türen zum Zielpublikum vor Ort. Hinzu kommt: Bieten Sie Ihre Produkte in der Landeswährung an. Beachten Sie dabei, dass aus einer einfachen Umrechnung oft ungerade Beträge resultieren, die User vermutlich irritieren und unseriös rüberkommen.

Gute Softwarelösungen sind flexibel und "internationalisierbar"

Beliebte Online-Händler und Webseitenbetreiber setzen auf nachhaltige Konzepte. Sie nutzen eine Software, die sie auch in anderen Ländern einsetzen können. Besonders Start-Ups profitieren von modularen Systemen, weil sie Funktionen entlang der Marktentwicklungen ergänzen oder modifizieren können. Hinzu kommt: Standardisierte Prozesse und Business-Logiken ermöglichen einheitliche und reibungslose Abläufe. Ist die Software auch in relevanten Landessprachen verfügbar, steigt die Akzeptanz der Kollegen vor Ort. Mehrsprachenfähige Lösungen lassen die Texte dynamisch über Variablen einfließen. Und sie passen die Feldlänge in den Masken für übersetzte Textbausteine automatisch an. Wichtig ist es auch, beide Laufrichtungen der Texte vorzuhalten – also von links nach rechts und umgekehrt. Systemsprachen, die bidirektionale Texte ermöglichen, sind unabdingbar für alle, die sich in Asien engagieren. Dass verschiedene Datumsformate, Zahlenformate und Zeitformate bereitstehen und sich der Kalender unkompliziert auf länderspezifische Zeitrechnungen einstellen lässt, sollte selbstverständlich sein.

Präsentation zum Thema

Unsere Präsentation Erfolgreiche Webseiten gestalten im Auslandsgeschäft anlässlich des Forums für Außenwirtschaft in Mainz am 29. September, vorgetragen von Susanne Kleiner, Leitung PR und Marketing bei blindwerk – neue medien GmbH, mit Checklisten und Tipps für Ihre erfolgreiche Online-Strategie im Auslandsgeschäft.

Veröffentlicht am: 11.10.2016

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