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Themen: Digital-Agentur, Digitalisierung

Was macht eigentlich ein Chief Disruption Officer?

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Ein neuer Digitalberuf: der Chief Disruption Officer

Die Digitalisierung bringt nicht nur Herausforderungen und Chancen für Unternehmen mit sich, es entwickeln sich seit einiger Zeit auch neue Berufsbilder. Neben einem Ausbildungsberuf – dem Kaufmann oder Kauffrau für E-Commerce – ist auch der Beruf „Chief Disruption Officer“ entstanden. Disruption bedeutet eigentlich sowas wie Erschütterung oder Störung – damit verbindet man prinzipiell eher etwas Negatives. Im Zusammenhang mit der digitalen Transformation bedeutet das, dass eine Idee oder eine neue Technologie auf einen Schlag vieles weitreichend verändert.

Chief Disruption Officer: ein Beruf der Digitalisierung

Generell ist ein Chief Disruption Officer dafür zuständig, die Digitalisierung innerhalb eines Unternehmens zu verankern und voranzutreiben. Ein Unternehmen soll für die digitalen Herausforderungen gerüstet werden, da bereits schon viele frühere Global Player an der digitalen Transformation gescheitert sind und daher keine große Rolle im Wettbewerb mehr spielen. 2015 war das Wort Disruption das Wirtschaftswort des Jahres – aber in welchem Zusammenhang? Ganz einfach: im Sinne von fortschrittlich, progressiv. Disruption bedeutet für die Manager von heute sowas wie Revolution, die durch eine neuartige Idee angetrieben wird. Dadurch gehen ältere Firmen unter und neue tauchen als Marktführer wieder auf. Gerne wird am Beispiel der Geschichte des Unternehmens Kodak erläutert, was es bedeutet von der Disruption überrollt zu werden: Gründung im Jahre 1888, zu den besten Zeiten rund 150.000 Mitarbeiter, 2012 die Insolvenz. Und das obwohl gerade in der heutigen Zeit mehr fotografiert wird denn je – auch dank Plattformen wie Instagram. Da die Firma jedoch die digitale Revolution verschlafen hat, spielt diese in der Branche keine Rolle mehr. Damit es anderen Traditionsunternehmen oder auch Start-up Firmen nicht genauso geht, sorgen diese vor: mit einem Chief Disruption Officer. Deren Aufgabe ist es, eine Änderung vorzunehmen, sobald ein Produkt oder eine Dienstleistung sprichwörtlich durch die Decke geht. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung soll der Chief Disruption Officer – gerne auch CDO abgekürzt – neue Wachstumsfelder erschließen und nach Kooperationen mit modernen Start-ups Ausschau halten. Strategien über Strategien müssen entwickelt werden, um die Gesamtentwicklung eines Unternehmens in die richtige Richtung der Digitalisierung zu lenken. Was früher eher Aufgabe von Start-ups war, wissen auch Bestandsunternehmen heute, dass es darauf ankommt innovativ zu sein und zu „stören“. Daher benötigen vor allem Unternehmen, die den Markt herausfordern und neuartige Technologien einführen wollen einen CDO, um die Änderungen umzusetzen und zu überwachen.

 

Chief Disruption Officer: Die Aufgaben ganz konkret

Oft wird mit der Digitalisierung nur verbunden, dass die Papier- und Zettelwirtschaft eines Unternehmens in Zukunft ins Digitale verändert wird. Allerdings betrifft die Digitalisierung auch die Einstellung jedes einzelnen Mitarbeiters, die Veränderung der Kundenbeziehungen, die Wandlung der gesamten Prozesse, die Auflösung bestehender Unternehmensprozesse und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Ein Chief Disruption Officer muss also über IT-Kenntnisse und ein Gespür für technologische Innovationen verfügen. Eine Kombination von IT-Wissen und betriebswirtschaftlichem Denken zeichnet die Berufsgruppe aus. Denn einerseits werden zwar selbständig digitale Produkte entwickelt und neue Potenziale der digitalen Welt erschlossen, andererseits werden aber auch in Kooperation mit den unterschiedlichen Managementebenen neue Digitalisierungsansätze für das gesamte Unternehmen erarbeitet. Der CDO hat daher Aufgaben, wie beispielsweise:
  • Gestaltung effizienterer Prozesse
  • Digitale Kompetenzen der Mitarbeiter ausbauen
  • Kundenkontakt
  • Betreiben der digitalen Kanäle
  • Entwicklung von digitalen Services und Produkten
  • Kopplung von Services und Dienstleistungen
  • Eingehen von Partnerschaften
  • Kooperation mit Start-ups
  • Möglichkeiten der Digitalisierung, um zu wachsen
  • Einsatz von Automatisierungssoftware und KI
  • Umgang mit internen Unternehmensdaten

Wie auch Sie Ihr Unternehmen für die Digitalisierung rüsten, weiß blindwerk – neue Medien. Im Erstgespräch ermitteln wir gerne zusammen mit Ihnen, welche Maßnahmen Sie dazu ergreifen sollten.

Veröffentlicht am: 28.03.2019