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Themen: Projektmanagement

Probleme im Projekt: wie internationales Projektmanagement funktioniert

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Problemen im Projekt gewachsen sein

Die internationale Zusammenarbeit ist die Antriebskraft der Weltwirtschaft schlechthin: Durch die Globalisierung und der zunehmenden Vernetzung der Wirtschaft und Gesellschaft werden immer mehr Projekte zu interkulturellen Angelegenheiten. Diese internationalen Projekte haben für Unternehmen eine sehr hohe Bedeutung, wobei oftmals kulturelle Unterschiede und Aspekte nicht oder nur ungenügend beachtet werden. Dies erschwert im Umkehrschluss natürlich die Bildung einer einheitlichen Projektkultur, in der sich alle Mitarbeiter gleichermaßen wohlfühlen.


Problemfelder im internationalen Projektmanagement

Wenn unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt zusammentreffen, kommen auch die unterschiedlichsten Sitten, Wertesysteme sowie Denk- und Verhaltensweisen zusammen. Wenn dann ein gemeinsames Ziel verfolgt wird, kommen die entsprechenden Unterschiede zum Vorschein, wodurch das Ergebnis maßgeblich beeinflusst werden kann. Zwar kann die Kulturvielfalt auf der einen Seite mehr Sichtweisen und Ressourcen mit sich bringen, erhöht aber auf der anderen Seite auch die Komplexität der Zusammenarbeit. Ein Projekt kann schließlich immer nur so erfolgreich sein, wie die Menschen, die es tragen, Ahnung von ihrem Fach haben. Wenn internationale Komponenten involviert sind, wird die Liste der erfolgs- und realisierungskritischen Faktoren automatisch länger. Die typischen Konfliktfelder im internationalen Projektmanagement sind:

  • Sprachkompetenz
  • Soziale Kompetenz
  • Führungskompetenz
  • Kulturelle Kompetenz
  • Emotionale Kompetenz
  • Zeitliche Verfügbar
  • Fachkompetenz
  • Selbstmanagementkompetenz
Probleme im Projekt: Kultur

Definitiv sind die kulturellen Unterschiede die größte Herausforderung im internationalen Projektmanagement: egal ob zwischen Ländern, Kontinenten oder nur den einzelnen Regionen eines Landes. Dabei müssen auf Aspekte, wie die Geschichte, Weltanschauung, den Lebensstil, Umgangsformen, Bedeutung des Faktors „Zeit“, Rollenbilder, Erwartungen, Führungs- und Hierarchieverständnis, Werte, Vorurteile, Religionen und Sitten besondere Rücksicht gelegt werden. Eine ganz schön lange Liste – und dabei hat die eigentliche Arbeit, das Projektmanagement, noch gar nicht begonnen.


Probleme im Projekt: räumliche Distanz

Natürlich sind es aber nicht nur die kulturellen Unterschiede, die eine enorme Herausforderung für das Projektmanagement sind. Dazu kommt die räumliche Distanz, durch die persönliche Treffen eher schwierig werden. Daher muss auf alternative Kommunikationskanäle zurückgegriffen werden. Die wesentlichen Schwierigkeiten dabei:

  • „unsichtbares Gegenüber“
  • Soziale Beziehungen nur schwer aufbaubar
  • Gefühl von Vernachlässigung bei einzelnen Teammitgliedern
  • Viel Reisezeit bei persönlichen Meetings
  • Feiertage und Wochenendtage unterscheiden sich
  • Voneinander abweichende Arbeitsrhythmen und Zeitunterschied

Probleme im Projekt: Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb eines Projektes ist das, was ein Projekt am Laufen hält: ein wesentlicher Erfolgsfaktor also, der in internationalen Projektteams zunehmend erschwert wird. Besondere Aufmerksamkeit sollte man daher fachlich effizienten und effektiven sowie sozial verbindenden Kommunikationsstrukturen widmen. Schließlich soll das Projektteam auch zu einem richtigen Team werden und das nicht nur auf dem Papier sein.


Probleme im Projekt: weitere Unterschiede

Neben den drei Hauptgründen, die ein Projekt mit internationalem Umfeld erschweren, gibt es natürlich noch weitere Unterschiede, auf die die Projektmitglieder keinen direkten Einfluss nehmen können, wie beispielsweise:

  • Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Politische Situation
  • Technische Infrastruktur
  • Vorhandene positive oder negative Erfahrungen im interkulturellen Projektmanagement
  • Ethnische Unterschiede und Unterschiede in der Mentalität
  • Arbeitsbedingungen

Probleme im Projekt lösen: die Erfolgsfaktoren

Damit eine Vielzahl an Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt im Laufe eines Projektes zu einem Team werden, muss der Projektleiter immer wiederkehrende Schritte zur Motivation aufbringen. Nur so können die unterschiedlichen Persönlichkeiten als Projektteam zusammenwachsen: die sozialen Kompetenzen im Sinne des gemeinsamen Miteinanders muss jeder für sich stetig ausbauen. Daneben gilt es, ein grundlegendes Vertrauen füreinander zu schaffen und ein gewisses Maß an Verständnis und Akzeptanz für die andere Kultur aufzubringen. Toleranz und Respekt müssen in der Mentalität jedes Einzelnen und damit im Leitbild des Projektteams als wichtigster Wert verankert werden. Um zu einem wirklichen Team werden zu können, muss eine Teamidentität geschaffen werden: man sollte gleich zu Beginn nach potenziellen Gemeinsamkeiten der Mitglieder suchen. Dazu ist es notwendig ein Kommunikationsbewusstsein zu entwickeln und die Möglichkeit zu ergreifen ein soziales Netzwerk über Grenzen hinweg aufzubauen. Im Rahmen von „Social Events“ sollten Ziele, Visionen, Aufgaben, Rollen und das Vorgehen im Projekt regelmäßig abgestimmt werden. Das Wichtigste jedoch, was ganz am Anfang eines jeden Projektes stehen muss, ist die Auswahl der geeigneten Mitarbeiter für interkulturelle Projekte. Schließlich nutzen alle Maßnahmen nichts, wenn die Teammitglieder nicht mitmachen - allerdings ist dann das gesamte Projekt in Gefahr.

Wie auch Sie Ihr Projektmanagement richtig angehen können, weiß blindwerk – neue Medien. Im Erstgespräch ermitteln wir gerne zusammen mit Ihnen, welche Maßnahmen Sie dazu ergreifen sollten.
Veröffentlicht am: 09.05.2019