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Themen: SEO, Online Marketing, Alles andere

SEOkomm 2017 – blindwerk berichtet von den neusten Entwicklungen vor Ort

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SEOkomm Recap 2017

Mit der Abschlusskonferenz, der SEOkomm in Salzburg, verabschieden sich die SEOs ins Wintergeschäft. Noch ein letztes Mal wurden Themen diskutiert, Tools vorgestellt, Prozesse veranschaulicht und auch die Trends für das nächste Jahr besprochen. blindwerk – neue medien fasst die wichtigsten Inhalte der Speaker noch einmal zusammen.

URLs sind nicht mehr wichtig

Den Anfang machte Marcus Tandler, der Inhaber von Ryte, ehemals Onpage.org. Hauptthema war die Entwicklung von Onpage.org zu Ryte im letzten Jahr, die er als Beispiel nahm für typische SEO-Themen, die auch bei der Umstellung der Webseite berücksichtigt werden mussten. Aber auch Entwicklungen, die von Google im letzten Jahr ausgingen und im neuen Jahr wichtig werden, fanden in seiner Eröffnungsrede Platz.

Die Seitenladezeit und die CTR spielten für Ryte eine große Rolle. Denn Inhalte sollten nicht nur schön aussehen, sie sollten auch genutzt werden. Die CTR gibt Aufschluss darüber, ob die User sich durch die Seite klicken oder direkt wieder abspringen. Ein weiteres Kriterium für den gesamten Webauftritt war natürlich auch die Ladezeit, denn User wollen nicht nur relevante Inhalte lesen, sondern sie auch schnell abrufen können.

Marcus Tandler denkt auch, dass die URLs künftig weniger eine Rolle spielen werden. Für die mobile Nutzung spielen diese sowieso eher eine untergeordnete Rolle; denn für den User wird es auf dem Smartphone zunehmend unwichtiger, woher die Inhalte stammen, das heißt, ob sie beispielsweise von einer Webseite oder einer API kommen.

Mobile first?

Ein Thema, dass in letzter Zeit alle in der Branche beschäftigt hat, ist „mobile first“. Dieses räumt den Mobiltelefonen eine immer wichtigere Rolle ein, denn die Nutzung des Desktops stagniert, während die Suche auf dem Mobiltelefon immer weiterwächst. Die Frage, die Marcus Tandler in den Raum wirft, geht aber noch viel weiter. Was kommt nach „mobile first“? Eventuell „cloud indexing first“? Für Google werden seine Cloud-Dienste immer wichtiger und einige wichtige Faktoren wie beispielsweise die Ladezeit wären kein Thema mehr für SEOs. Wenn Google die Inhalte bei sich lässt, kann er zudem die Nutzersignale immer detaillierter abbilden, was in Zukunft auch bedeuten könnte, dass Links als Empfehlung kaum noch Bedeutung haben werden.

Was das für das nächste Jahr bedeutet? Die Trends immer im Auge zu behalten! Wie verändern sich die Suchanfragen der Nutzer, gerade auch in Bezug auf Voice Search? Wie entwickeln sich die Einflüsse von URL und Seitenladezeit im Hinblick auf die Nutzererfahrung und welche Maßnahmen trifft Google, um die Usersignale immer besser verstehen zu können? All das sind Fragen, die sich erst aus Beobachtung und Verfolgung der Entwicklungen beantworten lassen können.

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Google Algorithmus bleibt unberechenbar

Denkt man erst, dass das SEO-Bootcamp nur für Einsteiger gedacht ist, wird schnell klar, dass auch alte Hasen etwas lernen können. Prof. Dr. Mario Fischer mischt Basics mit neuen Erkenntnissen und Ideen.

Dabei sagt er vor allem, dass es nicht einfach DEN Algorithmus von Google gäbe, sondern dass Google ständig in Bewegung ist und damit selbst nicht einmal die ultimative Formel kennt. So müssen wir vor allem die User gewinnen und relevante, nützliche Inhalte generieren. Er betont weiter, wie wichtig es ist, nicht nur in Keywords zu denken, sondern in ganzen Themen.

15 – 20 Prozent der Suchanfragen wurden noch nie so gestellt. Das heißt, dass wir uns in die Nutzer hineinversetzen und erkennen müssen, wie sie denken und fragen. Denn letztlich kommt es darauf an: Für die Keywords gefunden zu werden, die der User sucht. Das bedeutet gleichzeitig, auch regionale Sprachunterschiede zu berücksichtigen und welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Neulinge, die sich über ein Thema informieren wollen suchen anders, als Leute die bereits inhaltliche Kenntnisse haben. Zudem suchen Süddeutsche vermutlich anders als Norddeutsche, da sie häufig andere Wörter für ein und dieselbe Bedeutung verwenden, z.B. Kuvert und Briefumschlag.

Wie Alexa und Co. unsere Suchanfragen verändern

Karl Kratz, eine Koryphäe auf seinem Gebiet, beschäftigte sich mit dem immer wieder aufkommenden Thema „Voice Search“. Von vielen als „next big thing“ vorausgesagt, bringt Karl Kratz nahe, wie beispielsweise eine Alexa funktioniert und auf welche Tücken wir im Alltag mit ihr stoßen.

So werden beispielsweise bei einer Produktanfrage nur die ersten zwei Ergebnisse berücksichtigt. Der Rest fällt raus – und verliert. Die Suche nach einer Tasse bietet damit keine grenzenlosen Möglichkeiten mehr wie es in einem Onlineshop üblich ist – Optik, Design, Größe, sondern beschränkt sich auf die bestplatzierten Tassen. Unsere Auswahl wird von vorneherein extrem eingeschränkt.

Dagegen ist es machbar und unheimlich einfach, mit Alexa bereits einmal gekaufte Produkte erneut zu bestellen. Durch ein Einfaches „Bestell mir meine Kontaktlinsen“, beginnt Alexa Produktname, -nummer und andere Informationen zu erzählen und fragt danach, ob das Produkt gekauft werden soll. Ein „Ja“ dazu reicht, egal ob von Karl Kratz oder dem Publikum – Alexa kauft.

Auch die Frage, welchen Plattformen und Suchmaschinen sich Sprachassistenten bedienen, geht Karl Kratz auf den Grund. Was dem einen Liebling, ist des anderen Feind, mal Yelp, mal Google My Business, mal Google, mal Bing. Es liegt nicht mehr in unserer Hand, wo wir suchen, denn diese Entscheidung wird uns von unseren Sprachassistenten abgenommen.

Die Entwicklung zeigt, dass Voice Search bereits einen unheimlich großen Sprung gemacht hat, aber noch weit entfernt davon ist, von jedem optimal genutzt zu werden. Den Trend sollte man trotzdem weiter beobachten, denn optimierte Sprachassistenten könnten in Zukunft bessere Nutzererfahrung vorweisen und spätestens dann, wird Voice Search ein noch interessantes Thema für SEOs.

Mehr Conversions, User Signals und UX

Auch Nils Kattau beginnt mit der Wiederholung einiger Basics für verbesserte User Signals. Dazu gehört nicht nur eine visuelle Hierarchie, die uns binnen weniger Sekunden entscheiden lässt, ob wir weiterlesen wollen oder nicht, sondern auch eine Prozessbeschreibung (Was erwartet den User bei uns?), vertrauensvolle Elemente und ein Call-to-Action sind ausschlaggebend für eine gute Usability.

Neben einigen weiteren Basics setzt die Optimierung der Usability und der User Signals vor allem eines voraus: Die Betriebsblindheit abzulegen. Anhand eines Beispiels macht Kattau schnell deutlich, was für den User auf einer Seite wichtig gewesen wäre und was fehlt.

Im Einzelnen muss also analysiert werden, welche Änderung welche Ergebnisse erzielt. Nur dann hat man am Ende eine Seite, mit dem sowohl Kunde als auch beauftragte Agentur zufrieden sind.

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OnPage SEO mit Prozessen und Strukturen effizient organisieren

Ein weiterer spannender Vortrag kam von Stefan Keil. Jede Agentur ist vor die Aufgabe gestellt, Kundenabhängig zu entscheiden, welche Hebel in Gang gesetzt werden müssen um den Webauftritt nachhaltig zu optimieren. Anschaulich gliedert er den gesamten SEO-Prozess auf und prüft, für welche Webauftritte welcher Prozess besonders entscheidend ist.

Stefan Keil gliedert den SEO-Prozess in vier entscheidende Bereiche auf: die IT beziehungsweise die Programmierung, die Informationsarchitektur, den Content und das Monitoring. Alles zusammen richtig priorisiert ergibt den richtigen Mix für nachhaltige Suchmaschinenoptimierung.

Linkbuilding und Linkmanagement 2018

Das letzte und ebenfalls spannende Thema wird von Christoph C. Cemper nähergebracht. Linkbuilding und vor allem Linkmanagement ist in der Suchmaschinenoptimierung ein sensibles Thema, denn wie so oft, scheiden sich die Geister über das richtige Linkmanagement.

Aber auch Christoph C. Cemper unterstützt den Vorgang, minderwertige Links abzubauen und das Linkprofil nachhaltig zu bereinigen. Erst im Anschluss sollten qualitative Links aufgebaut werden. Cemper von Linkresearch Tools sagt aber weiter, dass Google immer mehr Wert darauf legt, dass kein Linkkauf entsteht.

Die Folge muss nicht immer eine Abstrafung bedeuten, aber Google kann einen auch „absichtlich an der kurzen Leine halten“, wie Cemper formuliert. Denn manchmal ist Stillstand schlimmer als ein tatsächlicher Rankingverlust.

Was wir von der SEOkomm mitnehmen durften:

Die SEOkomm ist nicht nur dazu da, um neue Bereiche und Themen kennenzulernen, sondern auch immer um sich mit Kollegen auszutauschen und eine Bestätigung für die eigene Arbeit zu erhalten. Denn letztendlich ist die Suchmaschinenoptimierung ein verstrickter Prozess mit vielen Stellschrauben.

So nehmen wir viele Anregungen für das neue Jahr mit, um noch besser zu werden. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Veröffentlicht am: 23.11.2017

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