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Management-Grundsätze von Amazongründer Jeff Bezos

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Jeff Bezos Management Grundsätze

Jeff Bezos ist Gründer und Geschäftsführer von Amazon. Jedes Jahr verfasst er einen Brief für seine Aktionäre, in denen er über Strategien, Umsätze und Pläne schreibt. Immer mit dabei ist sein Brief von 1997. Auch immer vorhanden: Seine Berufung auf den „Day 1“ des Unternehmens. Was im diesjährigen Brief von Bezos zu finden ist und was es mit dem „Day 1“ auf sich hat, erklärt blindwerk – neue medien im Folgenden.

Querdenker und Zukunftsvisionär Bezos – warum Amazon heute durch die Decke geht

Die Idee für Amazon kam dem Gründer auf einer Autobahnfahrt von New York nach Seattle. Kurzerhand schrieb er einen Businessplan und startete sein Unternehmen in der eigenen Garage. Was als Online-Buchhändler mit ein paar zusätzlichen CDs und Filmen begann, entwickelte sich bis heute zum größten Online-Warenhaus der Welt.

Das liegt vor allem an Jeff Bezos ununterbrochenem Ehrgeiz und dem Glauben daran, dass man die Vitalität des ersten Gründungstages immer beibehalten muss. Das Unternehmen selbst muss immer in dem „Day 1“ Stadium bleiben, um immer schnelle, größer, weiter und vor allem besser zu werden.

Was es mit Day 1 und Day 2 auf sich hat

Der „Day 1“ sagt also, dass die Vitalität und Antriebskraft des ersten Gründungstags nicht verloren gehen darf. Doch was sagt der „Day 2“? Der ist laut Jeff Bezos Stillstand, wenn auch langsam anschleichender Stillstand. Es ist der Anfang vom Ende, gefolgt von Irrelevanz, Niedergang und letztendlichem Firmentod.

Die große Frage, die Bezos in diesem Jahr in seinem Brief beantwortet ist nicht nur die, was es mit dem zweiten Tag auf sich hat, sondern auch, wie man den Tag 1 beibehält. Es sind vier Grundsätze, die Bezos auch heute noch befolgt um Amazon weiterbestehen und wachsen zu lassen.

Bezos 4 Management-Grundsätze – Wie der „Day 1“ aufrechterhalten wird

Wahre Kundenbesessenheit

Kunden wollen immer etwas Besseres und sind daher immer grundsätzlich unzufrieden, sagt der Amazon-Gründer. Zwar werden sie immer behaupten, dass sie glücklich und zufrieden sind, aber letztendlich gilt es, die Kundenzufriedenheit immer wieder aufs Neue zu toppen.

Bezos nennt dafür das Beispiel von Amazon Prime. Die Kunden hatten nie nach einer Prime-Version gefragt, dennoch nutzen immer mehr Kunden das Angebot.

Jeff Bezos greift hier zu deutlichen Worten: Von den Kunden und deren Wünschen besessen zu sein, hört sich aggressiv an, ist aber eigentlich der Schlüssel zu wahrem Kundenverstehen. Nur wenn ein Unternehmen weiß, welche Produkte ihre Kunden glücklich machen, hat das Unternehmen auch auf Dauer Erfolg und endet nicht im Day 2.

Nicht ablenken lassen

Steht das Grundgerüst eines Unternehmens oder wächst der Betrieb, verstrickt man sich häufig in Kleinigkeiten. Jeff Bezos nennt diese ablenkenden Kleinigkeiten „Proxies“. Als Beispiel dienen ihm die Prozesse. Prozesse müssen funktionieren und uns Informationen liefern. Auch eine Optimierung der Prozesse ist hin und wieder notwendig, um die wirklich wichtigen Informationen schneller herauszufiltern oder schnellere Ergebnisse zu liefern. Versteift man sich jedoch zu sehr auf das Optimieren der Prozesse, verliert man das Große Ganze aus dem Auge – man wird abgelenkt.

Genauso sei es auch mit der Markforschung oder mit Kundenbefragungen. Man versteift sich auf eine durchschnittliche Anzahl an Meinungen, lässt sich ablenken von Zahlen. Dabei geht es beim Produktdesign beispielsweise nicht nur um Zahlen einer breiten Masse, sondern auch um Empfindungen, Wahrnehmungen, Intuition, Neugier und Geschmack eines Kunden.

Es sollte daher immer eine gewisse Skepsis gegenüber den Proxies erhalten bleiben, damit man sich nicht verrennt und weiterhin das wirklich Wichtige im Blick behält.

Zielgerichteter Content

Im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass eine gute SEO-Optimierung und inhaltlich passender Content schlichtweg zusammengehören. Der Hauptgrund ist, dass für den User passender Inhalt auch eine gute Usability mit sich bringt, die sich auf die SEO-Optimierung auswirkt. Damit rankt Ihre Website schlichtweg besser bei Suchanfragen bei Google.

Zielgerichteter Content, der perfekt auf die Themen und Probleme der User zugeschnitten ist, wird daher auch im nächsten Jahr eine besonders große Rolle spielen – sowohl für das Content-Marketing als auch für die Suchmaschinenoptimierung.

Trends aufgreifen

Auch wenn neue Trends nicht immer explizit das eigene Unternehmen betreffen, sollte die Entwicklung der aktuellen Trends immer präsent sein. Wer sich vor Trends verschließe, verschließe sich vor der Zukunft, so Bezos.
So konnte man sich vor einigen Jahren ein Leben sehr gut ohne Google, Amazon, Facebook und Co. vorstellen, doch heute sind diese großen Firmen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Manchmal braucht ein Trend auch Zeit, man muss ihn in Ruhe optimieren, bis er vollständig einsatzbereit und qualitativ wertvoll ist, ehe ihn man nach draußen trägt.

Schnell hochwertige Entscheidungen treffen

„Speed matters in business“, sagt Bezos. Tatsächlich ist Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor. Gerade bei Entscheidungen sei es wichtig, schnell zu handeln. Meist reichen 70% der Informationen, um eine Entscheidung zu treffen. Warte man auf volle 90%, sei es meist schon zu spät.

Gleichzeitig betont Bezos, dass falsche Entscheidungen ebenso schnell wieder korrigiert werden sollten. Bezos ist jedoch weiter der Ansicht, dass eine falsche Entscheidung zu korrigieren ein geringeres Kostenrisiko sei als zu lange mit einer Entscheidung zu warten.

„Qualitative Entscheidungen in Hochgeschwindigkeit“ – dies scheint das Zauberwort des Amazon-Gründers zu sein. Dabei ist er auch bereit, Kompromisse zu schließen. Häufig stimme er einer Entscheidung oder einem Vorschlag zu, zu dem er eine andere Meinung hat. Dies würde häufig weniger Zeit in Anspruch nehmen als die Zeit, die es bräuchte, bis seine Mitarbeiter ihn vom Gegenteil überzeugten.

Jeff Bezos Management-Grundsätze – immer ein guter Ratschlag?

Jeff Bezos gibt viele wichtige Erkenntnisse und Grundsätze mit auf den Weg, die so manchem Projektmanager in seinen Webprojekten weiterhelfen.

Dennoch gilt es auch immer die Hintergründe zu hinterfragen, sowohl der Hintergrund der Inhalte, als auch der Person. Mit dem Black Friday schafft es Bezos als erster Mensch nach Bill Gates im Jahr 1999 die 100 Milliarden Dollar Marke zu knacken. Dennoch ist auch kein Geheimnis, dass Bezos Amazons Profit immer wieder neu investiert und eine aggressive Expansionsstrategie betreibt. Wie man mit diesen Grundsätzen umgeht ist jedem Projektmanager selbst überlassen.

Seine Management-Grundsätze sollten daher auf jeden Fall einen Platz im Notizbuch oder im nächsten Meeting bekommen – denn nicht umsonst zählt der Zukunftsvisionär heute zu den reichsten und einflussreichsten Menschen der Welt. Dennoch sollte sich jeder auch im Einzelnen Gedanken über die Interpretation dieser Grundsätze machen, um seinen ganz individuellen „Day 1“ aufrecht zu erhalten.

 

Veröffentlicht am: 30.11.2017

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