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Themen: Usability

Usability – Der User sagt, wo es langgeht

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Webseiten zu erstellen, die den User perfekt an die Hand nehmen, hört sich einfacher an als es ist. Zum einen weil die Nutzerwahrnehmung natürlich sehr subjektiv ist. Herauszufinden, was die gesamte Usability der Webseite steigert, endet oftmals in einem Labyrinth. Deshalb möchten wir von blindwerk - neue medien für Sie kurz zusammenfassen, was Sie in puncto Usability zu beachten haben, was dahintersteckt und wie Sie Fehler vermeiden können. 

Usability? Was ist das überhaupt?

Im Deutschen wird „Usability“ auch übersetzt als „Gebrauchstauglichkeit“ oder „Benutzerfreundlichkeit“. Usability bezeichnet mehrere Elemente, die richtig umgesetzt dem User die Benutzung der Webseite erleichtern soll und ihn schnell an sein Ziel bringt.

Wie bei vielen Dingen ist der Einstieg entscheidend. Jeden User begleitet die Frage: „Finde ich hier die Informationen, die ich suche?“. Wenn er diese Information nicht findet, beginnt der unzufriedene Nutzer sich auf die weitere Suche, der ihm diese Information bietet. Informationen meint in diesem Rahmen natürlich auch Produkte, Dienstleistungen oder die einfache Kontaktaufnahme. Information ist das grundsätzliche Ziel eines jeden Users.

Ob ein User diese Information findet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab – und hier setzt die Usability an. Welche Faktoren, welche Bedingungen sind auf der Webseite notwendig, um den User effizient, effektiv und zufrieden an sein Ziel zu bringen?

Noch komplizierter wird der Fall, wenn man ihn multiperspektivisch betrachtet, schließlich hat man es meist gleich mit mehreren Zielgruppen zu tun. Eine Zielgruppe im Alter von 15-25 Jahren mit viel Erfahrung im Web sucht mit großer Wahrscheinlichkeit anders als eine Zielgruppe im Alter von 50-60 Jahren, die deutlich mehr Orientierung benötigt. Entsprechend ändern sich auch die Anforderungen an die Website.

Grundlegende Leitmotive für eine gute Usability

Grundlegend lassen sich aber dennoch folgende Leitmotive für eine gute Usability zusammenfassen:

• Einfach: Je einfacher der User auf die Zielseite mit der gewünschten Information geleitet wird, desto besser die Usability der Webseite.
• Effizient: Niemand möchte heute mehr lange warten, um an Informationen zu gelangen. Dies setzt allerdings auch technische Anforderungen heraus, wie zum Beispiel eine schnelle Seitenladezeit.
• Nützlich: Je nützlicher die Information ist, die der User am Ende erhält, desto besser die Usability. Der Nutzen einer Information ist zwar sehr subjektiv, mit der Definition der Zielgruppe wird dieses Hindernis aber oftmals gut gelöst.

Diese drei Grundsätze hören sich zwar einfach an, scheitern oftmals aber an ihrer Umsetzung. Auch, weil viele sich fragen, wozu die Benutzerfreundlichkeit überhaupt dienen soll. Getreu nach dem Motto: Wenn der User wirklich interessiert an einer Information ist, wird er sie auch suchen. Aber stimmt das?

Wozu dient gute Usability?

Eine gute Usability bindet Bestandskunden und generiert Neukunden. Im besten Fall finden sich die User schnell auf der Seite zurecht und sind zufrieden, weil man ihnen kompakte, schnelle und effektive Lösungen anbietet. Nicht vergessen: Nutzer sind anspruchsvoll und wollen möglichst schnelle, genaue Informationen in kürzester Zeit mit wenigen Klicks! 

Wie erreicht man eine gute Usability?

Viele Usability-Maßnahmen haben gemeinsame Schnittstellen mit der Suchmaschinenoptimierung. Dies liegt daran, dass auch Google die Anforderung hat, dem User die für ihn bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Der Suchmaschinenriese begünstigt Ergebnisse, die User gut finden und listet Webseiten mit positiver Benutzerfreundlichkeit höher als andere, weshalb einige Usability-Maßnahmen mittlerweile auch auf der To-Do-Liste einer Suchmaschinenoptimierung stehen. 

SEO und Usability

Einige To-Do’s, bei dem sich Suchmaschinenoptimierung und Usability überschneiden:

Navigation

Die Navigation leitet den User durch die Webseite – sie bildet praktisch das Grundgerüst und den ständigen Begleiter des Nutzers. Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es daher wichtig, dass die Navigation leicht bedienbar ist und der User alle Seiten des Webauftritts erreichen kann. Eine intuitiv bedienbare Navigation, mit der der User sich schnell zurechtfindet, hat einen positiven Einfluss auf die Usability.

Content

Content begegnet uns in der Suchmaschinenoptimierung immer wieder – denn ohne Content auch keine Webseite. Die Suchmaschinen brauchen eine bestimme Länge an Inhalt, um zu verstehen, wovon die Webseite handelt. Aus Usability-Sicht ist es dagegen wichtig, diesen Inhalt mit genügend wichtigen Informationen zu verpacken. In Zukunft werden daher Suchmaschinen schnell erkennen können, ob der Webseiteninhalt nur purer Quark ist.
Layout

Hiermit sind vor allem Farben und Aufbau gemeint. Bestimmte Farben rufen bestimmte Emotionen und Reaktionen bei den Usern aus, die die User Experience beeinflussen. Auch schlecht lesbare Schrift durch zu bunte Hintergründe sind nicht geeignet. Der User verliert das Interesse und schließt die Webseite.

Die Suchmaschinenoptimierung und die Usability haben noch einige weitere Schnittstellen. Viele der Optimierungsmaßnahmen resultieren auch aus den Signalen, die der User bei verschiedenen Webseitendesigns sendet.

Für viele Deutsche beispielsweise ist Rot die Lieblingsfarbe. Auch ist belegt, dass die Farbe Rot den Appetit steigert. Dennoch bleibt Rot eine Warnfarbe und ist damit nicht geeignet für das gesamte Layout einer Seite. Eine rote Peperoni als Bildelement einer Seite hat dagegen wieder einen anderen Einfluss. Der Grat, was Nutzer gut finden und wovor sie eher zurückschrecken, ist folglich besonders schmal. Wie lassen sich also die Auswirkungen einer Webseite testen, um nachweislich die Usability zu verbessern?

Möglichkeiten zu testen, wie sich Veränderungen auf eine Webseite auswirken und sie dahingehend zu optimieren, gibt es einige.

Methoden

Joy of Use

Eine Methode ist tatsächlich, sich selber in den User zu versetzen, also die User-Experience und die Joy of Use einmal selbst zu erleben. Die Schwierigkeit ist, sich selber in die Sicht des potenziellen Kunden hineinzuversetzen und die Webseite aus seiner Sicht zu sehen. Schließlich kennt man die eigene Webseite am besten. Wenn man allerdings versucht, sich von seinem Blickwinkel zu lösen, fallen schnell viele Dinge ins Auge. Einfach mal den Bestellvorgang auf eigene Faust zu testen oder das Kontaktformular selber auszufüllen und abzuschicken, wirft oftmals bereits erste eigene Verbesserungsvorschläge auf.

A/B-Tests

A/B-Tests sind mitunter die beste Variante, um zu testen, was zu einer guten Usability beiträgt und was nicht. Es können mithilfe einer Software Änderungen an der Webseite vorgenommen werden, die dann im Vergleich mit der bisherigen Darstellung getestet werden – und zwar direkt an den potenziellen Kunden. Reagieren User auf die alte Ansicht besser als auf die neue? Sind User bereit, mehr Angaben in einem Kontaktformular zu machen oder klicken sie eher wieder weg? Durch echte Daten und echte Nutzer werden die Ergebnisse aussagekräftiger.

Die Suchmaschinenoptimierung ist bereits der nächste Schritt – die Optimierung der Usability. Aufgrund der vielen Schnittstellen deckt die Suchmaschinenoptimierung bereits viele Punkte ab.

Usability = User-Experience?

Nein! Die User-Experience beschreibt viel mehr die Emotionen und Reaktionen, die eine Webseite auslöst. Es beschreibt damit viel mehr die subjektive Wahrnehmung eines Nutzers als die tatsächliche Handhabung der Webseite.

Die Usability spricht von Elementen, die nachweislich die Bedienung einer Webseite erleichtern oder verschlechtern. Diese haben zwar Einfluss auf die User-Experience, es ist jedoch nicht dasselbe.

Fazit

Zusammenfassend beeinflusst eine gute Usability die Conversions und das Nutzerverhalten positiv. Können die Nutzer die Seite intuitiv und effizient bedienen, ist die Chance größer, dass sie den Kauf, die Kontaktanfrage oder ähnliches abschließen.

Eine einfache Handhabung - vereint mit einer guten User-Experience und ansprechendem Layout beeinflusst zudem das Nutzerverhalten und das Nutzererlebnis. So kommen User deutlich öfter zurück, als wenn sie keine dieser Erfahrungen sammeln.

Veröffentlicht am: 13.07.2017

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