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Themen: Consulting

Wenn Perfektionismus zum Problem im Projekt wird

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Probleme im Projekt: wenn 110% zur Bremse werden

Oft neigen Projektleiter dazu von ihrem Projektteam 110% zu verlangen – nicht selten, kann das zum Problem werden. Die stark ausgeprägte Motivation des Projektleiters kann zwar als Antrieb dienen, oft wird dadurch jedoch ein Projekt ausgebremst. Gerade in schwierigen Situationen kann der Perfektionismus den Projekterfolg gefährden und zu einem ernsthaften Problem werden. Der innere Antrieb immer perfekt sein zu wollen, kann schnell hinderlich sein und damit zum Feind werden. Natürlich hat Perfektionismus auch seine Vorteile: schließlich hat alles was angepackt wird, dadurch Hand und Fuß. Jedoch verliert der Projektleiter dann durchaus den Fokus, konzentriert sich nicht mehr auf die Führungsaufgabe und verliert sich in kleinen Details, die nicht ausschlaggebend für den Projekterfolg sind. Die Folge: das Projekt gerät in eine Krise, aus der es nur schwer wieder herauszuholen ist.


Probleme im Projekt: Was ist Perfektionismus?

Was bedeutet es überhaupt „perfekt“ zu sein? Viele würden diese Frage damit beantworten, dass rein gar nichts perfekt ist. Oft setzen Menschen enorm hohe Ansprüche und Anforderungen an sich selbst, die sie dann unbedingt erreichen möchten, egal wie unrealistisch diese auch sein mögen. Ständig besser werden zu wollen, ist absolut in Ordnung. Viele bekommen das Problem, dass die eigenen Werte, die einen antreiben, in eine persönliche Schiene rutschen. Demnach sind alle, die diesen Werten nicht gerecht werden, automatisch Verlierer. Die Zusammenarbeit mit Perfektionisten gestaltet sich schwierig, weil viele dieser den Kollegen das Leben zur Hölle machen. Dennoch sollte man den Wunsch nach hoher Qualität nicht von Anfang an verteufeln.


Probleme im Projekt: Was ist Perfektionismus NICHT?

Perfektionisten haben oft den Drang nach Beachtung, den Wunsch nach mehr Kontrolle und das Verlangen danach, sich vor Rügen anderer zu schützen. Sie geben ihr Bestes mit einer nach außen gerichteter Motivation, um vor anderen entsprechend gut dazustehen. Jedoch zeichnen sich erfolgreiche Menschen gerade dadurch aus auch mal Fehler zu machen aber aus diesen zu lernen. Sich zu irren ist schließlich keine Schande.

 

Probleme im Projekt: Gute Leistung kommt nicht durch Perfektionismus

Perfektionismus ist eine Abwehrstrategie – ein Schutzmechanismus vor Kritik, davor, nicht schlecht beurteilt werden zu können. Oft verursacht eine schlechte Beurteilung ein Schamgefühl, sodass der Betroffene denkt, er hätte das besser hinbekommen können. Mit Perfektionismus schützt man sich vor der Gefahr einer solchen Kritik – schließlich will man bereits im Vorfeld alles richtig - perfekt eben - machen.

 

Probleme im Projekt: Nicht besser durch Perfektionismus

Bestätigung und Anerkennung sind die Antreiber perfektionistisch werden zu wollen. Dadurch entsteht der innere Glaubenssatz „Ich bin, was ich leiste und wie gut ich es hinbekomme“. Perfektionismus richtet sich damit nach außen, man fragt sich „Was denken andere Menschen wohl über mich und meine Leistungen?“ anstatt dem Gefühl für sich selbst zu vertrauen.

Probleme im Projekt: Kein Erfolg durch Perfektionismus

Wissenschaftlich belegt ist, dass Perfektionismus die eigene Leistung beeinträchtigt, teilweise sogar schädlich ist. Die Energie wird in die Fehlervermeidung gesteckt, wodurch man sich und seine Arbeit einschränkt: man kann nicht mehr zeigen, was man wirklich kann. Viele Chancen werden dadurch nur in der Fantasie ausgelebt aber nie verwirklicht. Perfektionismus ist ein unerreichbares Ziel, wofür man sich nicht so sehr ins Zeug legen sollte - Fehler zu machen ist menschlich.

Warum kann Perfektionismus im Projekt zum Problem werden?

Projektleiter neigen immer häufiger dazu, sich in den kleinen Details zu verlieren. Die Prioritäten eines Projektes verlieren sie dann schnell aus den Augen, Wichtiges bleibt unerledigt und ein Meilenstein nach dem anderen wird gerissen. Aufgaben können nur schwer ab delegiert werden, weil der Projektmanager diese in seinem Perfektionismus lieber selbst erledigt. Der innere Antrieb perfekt sein zu wollen verlangt Vollkommenheit und eine andauernde Überreichung der Projektziele. Dadurch gehen Ressourcen verloren: man verliert Zeit mit den unwichtigen Dingen, die aufgrund des Perfektionismus einer Person kurzerhand zu etwas „Wichtigem“ werden. Es ist nicht schlimm manche Dinge „nur“ gut oder befriedigend zu erledigen. Im Projekt zählt das große Ganze am Ende – und vor allem die Zufriedenheit des Kunden, die wohl kaum durch ein kleines unperfektes Detail beeinträchtigt wird.

Wenn auch Sie Probleme im Projekt haben, kann blindwerk – neue Medien Ihnen weiterhelfen. Im Erstgespräch ermitteln wir gerne zusammen mit Ihnen, welche Maßnahmen Sie dazu ergreifen sollten.

 

Veröffentlicht am: 18.07.2019